Mahnmal anlässlich des 60. Jahrestages des Feuersturms

Im Carl-Stamm-Park (ehem. "Hexenpark"); Billhorner Deich, Marckmannstraße (Rothenburgsort)

  • Mahnmal anlässlich des 60. Jahrestages des Feuersturms in Rothenburgsort, Außenansicht
  • Mahnmal anlässlich des 60. Jahrestages des Feuersturms in Rothenburgsort, Innenansicht
  • Informationstafel zum Mahnmal anlässlich des 60. Jahrestages des Feuersturms in Rothenburgsort

Im Juli und August 1943 wurde Hamburg bei den alliierten Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ schwer getroffen. 35.000 Menschen starben in jenen Bombennächten. Besonders die Stadtteile im Osten Hamburgs – Rothenburgsort, Hamm, Hammerbrook und Borgfelde – wurden fast vollständig zerstört.

Denkmal

Zum 60. Jahrestag der Luftangriffe 2003 entschied die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, ein Denkmal in Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Gewaltherrschaft sowie an die Zerstörung der besonders schwer verwüsteten Stadtteile zu errichten. Finanziert wurde das Vorhaben durch die Hamburger Kulturbehörde, das Bezirksamt und die Stadtteilbüros, aber auch durch private Spenden. In einem Wettbewerb entschied man sich für einen Entwurf des Künstlers Volker Lang (geboren 1964).

2004 wurde das Denkmal eingeweiht. In seinen Proportionen ist es im Maßstab 1 zu 2,5 einem Terrassenhaus nachempfunden. Terrassenhäuser waren typisch für die enge Hinterhofbebauung von Rothenburgsort seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Inneren des Hauses sind an den Wänden Erinnerungsfragmente von Menschen angebracht, die die Bombardierungen und den Feuersturm erlebt haben. Diese Erinnerungen wurden 2003 von einer Schreibwerkstatt in Rothenburgsort gesammelt und niedergeschrieben. Flankiert werden die Erinnerungen von literarischen Texten.