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Stätten der Erinnerung in Hamburg

Black Form

Die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht hat seinen Platz in ganz Hamburg. Nach einer langen Zeit der Verdrängung sind vor allem seit den 1980er Jahren in nahezu dem gesamten Stadtgebiet Gedenkstätten entstanden: auf dem Gelände einstiger Lager und Verfolgungsstätten, an Stätten jüdischen Leidens und der politischen Repression sowie an Orten, die den Schrecken des Bombenkrieges dokumentieren. Mit dem Verlust derjenigen, die aus eigenem Erleben berichten können, wird diesen Orten zukünftig noch stärker die Aufgabe zuwachsen, als sichtbare Zeugen die Erinnerung und das geschichtliche Vermächtnis zu wahren.

Der gemeinsam von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Landeszentrale für politische Bildung im Auftrag von Bürgerschaft und Senat der Freien und Hansestadt Hamburg erarbeitete Wegweiser stellt 75 mit Denkmalen und Informationen versehene Gedenkstätten, die in künstlerischer Form, teilweise auch mit Ausstellungen an die Opfer des NS-Regimes erinnern, mit kurzen Informationen zum historischen Hintergrund und der Entstehungsgeschichte sowie mit weiterführenden Literaturangaben und Kontaktadressen vor.

Über 2.500 in den Gehwegen an einzelne Opfer erinnernde „Stolpersteine“, mehr als 100 Gedenktafeln und die 75 hier vorgestellten Gedenkstätten, davon neun mit Ausstellungen versehene Lernorte, dokumentieren nicht nur das Ausmaß von Verfolgung, Terror und kriegsbedingtem Leid, sondern zeigen zugleich, dass sich in Hamburg nach zögerlichem Beginn heute eine vielschichtige Erinnerungskultur entwickelt hat. Ergänzend zu dem Anfang 2009 in einer umfassenden Überarbeitung in Buchform erschienenen Wegweiser (erhältlich bei der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg; Download als PDF hier) ist eine laufende Aktualisierung über die Fortschreibung im Internet angestrebt. Auch dies soll veranschaulichen, dass der gegenwärtige Blick auf die Vergangenheit Veränderungen unterliegt und Erinnerung ein offener, niemals abgeschlossener Prozess ist.

Es ist beabsichtigt, diese Seiten zu einem gemeinsamen Portal der Gedenkstätten in Hamburg auszubauen. Dies ist ein Bestandteil des Gesamtkonzepts „Orte des Gedenkens“, das der Hamburger Senat im November 2009 vorlegte. Das Konzept strebt an, die Gedenkstätten enger zusammenzuführen und besser zu vernetzen. Das vollständige Konzept kann hier als PDF heruntergeladen werden.