Röhrenbunker Tarpenbekstraße

Tarpenbekstraße 68 (Eppendorf)

  • Eingang zum ehemaligen Röhrenbunker Tarpenbekstraße

Der Zwei-Röhren-Bunker in der Tarpenbekstraße wurde 1940 errichtet. Er besteht aus zwei circa 15 Meter langen unterirdischen Betonröhren, die 100 Menschen Schutz vor Splitter- und Brandbomben sowie Gasangriffen bieten sollten.

Nach dem Krieg war der Bunker bis in die 1990er Jahre geschlossen. Erst auf Initiative der Künstler Michael Batz (geboren 1951) und Gerd Stange (geboren 1954) wurde er als Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus umgebaut. Mit dem Projekt „Subbühne“ wurde im Mai 1995 zum einen der Bunker zur „Bühne“ umgewandelt. Gleichzeitig erinnerten verschiedene Veranstaltungen an den 1947 an Kriegs- und Haftfolgen verstorbenen Schriftsteller Wolfgang Borchert. Sein ehemaliges Wohnhaus liegt in Sichtweite des Bunkers. Mit der „Rhythmischen Babylonischen Wasserskulptur“ konstruierten die beiden Künstler 1996 einen Wasserlauf, der den Fluss der Erinnerungen symbolisieren soll.

Heute ist das Stadtteilarchiv Eppendorf Träger des Bunkers. Der Verein hat umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt und bietet nach Absprache Führungen an.