Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung

Grünanlage am Isebekkanal; Kaiser-Friedrich-Ufer, Ecke Heymannstraße (Eimsbüttel)

  • Mahnmal zur Erinnerung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933
  • Ruben Herberg im Jahr 2008 während einer Gedenkfeier am Mahnmal zur Erinnerung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933
  • Wolfgang Rose im Jahr 2008 während einer Gedenkfeier am Mahnmal zur Erinnerung an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933

Am 15. Mai 1933 verbrannten Hamburger Studenten, die der SA angehörten, im Rahmen einer demonstrativen, reichsweiten Aktion am Kaiser-Friedrich-Ufer Bücher so genannter „undeutscher“ Autorinnen und Autoren. Da die Inszenierung kaum Publikum hatte, wurden für eine weitere Bücherverbrennung am 20. Mai 1933 am Lübecker Tor tausende Mitglieder von NS-Organisationen zur Anwesenheit verpflichtet.

Mahnmal

Zur Erinnerung an die Hamburger Bücherverbrennung wurde 1985 auf Beschluss der Bezirksversammlung Eimsbüttel eine von Wolfgang Finck gestaltete Mahnmalsanlage geschaffen. In einen erhöht gesetzten Halbkreis aus Stein sind vier rote Marmorblöcke eingelassen. Auf ihnen befinden sich verschiedene Inschriften: ein Zitat des Dichters Heinrich Heine, die Titel verbrannter Bücher, eine Auswahl an Namen Hamburger Autorinnen und Autoren, deren Bücher verbrannt wurden, sowie die Aufforderung zum Engagement gegen Faschismus und Krieg. Jedes Jahr am 15. Mai findet zum Gedenken an die Bücherverbrennung an diesem Mahnmal eine Lesung damals verbotener Texte statt.