Mahnmal für die ehemalige Harburger Synagoge

Eißendorfer Straße/Ecke Knoopstraße (Harburg)

  • Mahnmal für die ehemalige Harburger Synagoge

Die jüdische Gemeinde in Harburg/Wilhelmsburg konnte im Jahr 1690 mit der Einrichtung eines Friedhofs und der Eröffnung einer Synagoge im Jahr 1862 ihr religiöses Leben entfalten. Mit Beginn des NS-Regimes änderten sich die Lebensverhältnisse der Harburger Jüdinnen und Juden schlagartig. Aufgrund von Repressalien emigrierten viele von ihnen, so dass ab 1936 aufgrund der geringen Zahl von Gemeindemitgliedern keine Gottesdienste mehr in der Harburger Synagoge gefeiert wurden.

Beim Pogrom vom 9. November 1938 zunächst noch verschont, wurden aber bereits eine Nacht später Inneneinrichtung und Eingangstüren durch SA-Angehörige zerstört. Das Gebäude wurde 1941 abgerissen, das Gelände an eine Autowerkstatt verkauft.

Nach dem Krieg entstanden auf dem Gelände Wohnhäuser. In Erinnerung an die Synagoge befindet sich seit 1988 an der Außenfassade eines der neuen Wohnblöcke das rekonstruierte Portal der Synagoge. Auf zwei Gedenktafeln wird die Geschichte der Synagoge erläutert.