Johannes-Prassek-Park

Johannes-Prassek-Park, Osterbekstraße, 22083 Hamburg (Barmbek-Süd)

  • Straßenschild Johannes-Prassek-Park
  • Der Johannes-Prassek-Park in Barmbek

Johannes Prassek (1911–1943) war ein katholischer Priester und Widerständler aus Hamburg Barmbek. Nach einem Studium der Theologie und Philosophie in Frankfurt am Main und Münster wurde er in Osnabrück zum Priester geweiht, später arbeitete er als Kaplan, zunächst in Wittenburg, dann in Lübeck. Seine Widerstandsaktivität schlug sich in seinen kritischen Predigten gegen das NS-Regime, aber auch in der seelsorgerischen Arbeit nieder. Letzteres betraf besonders polnische Zwangsarbeiter. Um sie zu betreuen, lernte Prassek sogar die polnische Sprache. Seine offene Kritik am NS-Regime und seine seelsorgerische Arbeit führten dazu, dass er gemeinsam mit zwei anderen katholischen Geistlichen denunziert und am 18. Mai 1942 von der Gestapo verhaftet wurde. Im Scheinprozess gegen ihn leugnete er seine Kritik am Nationalsozialismus nicht. Ein Gnadengesuch, das Bischoff Hermann Wilhelm Berning einreichte, wurde abgelehnt, so dass Passek mit seinen Mitangeklagten am 10. November 1943 in der Hamburger Haftanstalt Holstenglacis mit dem Fallbeil hingerichtet wurde. 2003, 60 Jahre nach seiner Hinrichtung, wurde er heiliggesprochen. Ferner wurde sein Name vielen Straßen, Gebäuden und Arealen gegeben. So wurde am 23. Juni 2011 die Grünanlage zwischen Weidestraße und Osterbekstraße nach ihm benannt.