Gedenkstein für die Opfer des Außenlagers Langenhorn

Essener Straße 54 (Langenhorn)

  • Gedenkort für die Opfer des Außenlagers Langenhorn
  • Gebäude der ehemaligen Hanseatischen Kettenwerke, Foto von 2008

Seit dem 1. September 1988 erinnert ein Gedenkstein an das Leiden der weiblichen Häftlinge im Außenlager Langenhorn des KZ Neuengamme, das sich auf dem an der heutigen Essener Straße gelegenen Areal befand. Im selben Jahr wurde eine im Rahmen des Tafelprogramms der Kulturbehörde angebrachte Gedenktafel ergänzt.

Außenlager Langenhorn

Seit dem 12. September 1944 waren in diesem früheren „Ostarbeiterlager“ 500 weibliche KZ-Häftlinge untergebracht, die aus dem KZ Stutthof bei Danzig nach Hamburg deportiert worden waren. Unter ihnen befand sich eine größere Gruppe jüdischer Frauen und Mädchen aus Litauen und Estland. Weitere 250 Frauen trafen im März 1945 aus dem KZ Ravensbrück ein, unter ihnen auch so genannte Zigeunerinnen. Viele der Häftlinge mussten für das Hanseatische Kettenwerk in der Rüstungsproduktion Geschosshülsen fertigen. Andere wurden zu Ausschachtungsarbeiten beim Plattenhausbau herangezogen. In einem Zweigbetrieb der Deutsche Messapparate GmbH in der Schanzenstraße verrichteten außerdem Häftlinge des Außenlagers Arbeiten in der Rüstungsproduktion. Diese Frauen wurden täglich mit der S-Bahn zu ihrem Arbeitseinsatz gebracht.

Initiative für einen Gedenkort

Die Recherchen zur Geschichte des Außenlagers, die zur Errichtung dieses Gedenkortes führten, wurden von der KZ Gedenkstätte Neuengamme angeregt und von einer Privatinitiative durchgeführt. An der Errichtung der Anlage waren insgesamt acht Initiativen und Organisationen sowie die Hamburger Kulturbehörde beteiligt.

Informationen zum Außenlager Hamburg-Langenhorn des KZ Neuengamme finden Sie auch auf der Webseite der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.