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Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945

Suhrenkamp 98 (Fuhlsbüttel)

  • Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
    Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
  • Gedenkort im Eingangsbereich der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
    Gedenkort im Eingangsbereich der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
  • Nachgestaltete Einzelzelle in der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
    Nachgestaltete Einzelzelle in der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
  • Dauerausstellung der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945
    Dauerausstellung der Gedenkstätte Konzentrationslager und Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-1945

Im 1879 errichteten Torgebäude der Strafanstalten Fuhlsbüttel wurde im November 1987 eine Gedenkstätte eingeweiht. Sie erinnert an die Verfolgung von Frauen und Männern während des NS-Regimes sowohl im Konzentrationslager als auch in den Strafanstalten Fuhlsbüttel.

„Kola-Fu“

Am 4. September 1933 wurde das KZ Fuhlsbüttel offiziell eröffnet. Im zeitgenössischen Sprachgebrauch wurde es „Kola-Fu“ genannt. Es wurde innerhalb kürzester Zeit zu einer der berüchtigtsten Terrorstätten im nationalsozialistischen Deutschland. Tausende Menschen wurden im KZ Fuhlsbüttel, das 1936 in „Polizeigefängnis“ umbenannt wurde, inhaftiert und von hier aus in andere Konzentrationslager überstellt. Unter ihnen waren viele Frauen und Männer aus dem Hamburger Widerstand, Angehörige der KPD, der SPD, der Gewerkschaften und anderer Oppositionsgruppen. Aber auch Zeugen Jehovas, Juden, Swing-Jugendliche, Homosexuelle, Prostituierte und während der Kriegsjahre zunehmend auch ausländische Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Straf- und KZ-Haft

Auch die Strafanstalten Fuhlsbüttel, die der Justiz unterstanden, waren Teil des nationalsozialistischen Verfolgungsapparates. Viele Strafgefangene waren wegen politischer Gegnerschaft verurteilt worden. Sondergerichte wiesen schon bei Unmutsäußerungen Menschen wegen „Heimtücke“ in Strafhaft ein. Ab 1942 wurden zahlreiche Zuchthausgefangene in Konzentrationslager zur „Vernichtung durch Arbeit“ verbracht. Von Oktober 1944 bis Februar 1945 war in einem Gebäudeteil des Zuchthauses zeitweilig auch ein Außenlager des KZ Neuengamme untergebracht. Insgesamt kamen in Fuhlsbüttel annähernd 500 Frauen und Männer ums Leben. Sie starben an den Folgen der Misshandlungen, wurden ermordet oder in den Tod getrieben. Im Eingangsbereich nennt eine Gedenktafel die Namen der getöteten Häftlinge.

Ausstellung

Die neue Dauerausstellung wurde am 4. September 2003, dem 70. Jahrestag der Errichtung des KZ Fuhlsbüttel, eröffnet. Sie trat an die Stelle der ersten Ausstellung von 1987. Die Ausstellung informiert über die verschiedenen Opfergruppen im KZ und Polizeigefängnis Fuhlsbüttel, aber auch über die Geschichte der Strafanstalten in vor-nationalsozialistischer Zeit sowie über die Strafverfolgung der Täter nach 1945. Sie verfolgt dabei einen stark biografischen Ansatz, stellt zahlreiche Lebenswege von Fuhlsbüttel-Gefangenen dar und bietet zudem  zu vielen Themen Vertiefungsmaterialien an. Eine schon für die erste Ausstellung nachgestaltete Einzelzelle, Originalkleidung und -gegenstände dienen der Veranschaulichung der Haftbedingungen.

Weiterführende Links

Informationen über das Außenlager Fuhlsbüttel
Informationen über die Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Öffnungszeiten

Sonntag 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung