denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Lohseplatz (HafenCity)

  • Namenstafel am Gedenkort, Foto: Miguel Ferraz, Quelle HafenCity Hamburg GmbH
  • denk.mal Hannoverscher Bahnhof, Foto: Miguel Ferraz, Quelle HafenCity Hamburg GmbH
  • „Fuge“ als Verbindung vom Lohseplatz zum Gedenkort, Foto: Miguel Ferraz, Quelle HafenCity Hamburg GmbH

Der 2017 eingeweihte Gedenkort denk.mal Hannoverscher Bahnhof befindet sich in der östlichen Hafencity an dem Ort, wo der Hannoversche Bahnhof stand. Er erinnert an die über 8.000 Juden, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, die zwischen 1940 und 1945 von dort in Ghettos und Konzentrationslager in Mittel- und Osteuropa deportiert wurden. Mitarbeiter unterschiedlicher staatlicher Behörden und Organisationen sorgten für den reibungslosen Ablauf der Deportationen. Zielorte der insgesamt 20 Transporte waren Belzec, Litzmannstatd/Lodz, Minsk, Riga, Auschwitz und Theresienstadt. Nur wenige Hundert der Deportierten überlebten die unmenschlichen Haftbedingungen.

 

Ort des Erinnerns und Lernens

Kernelemente des Gedenkorts bilden die historischen Gleisverläufe und der Bahnsteig 2 des ehemaligen Bahnhofs, die 2008 unter Denkmalschutz gestellt wurden. Sie werden von einem Gedenktisch mit einer Widmung sowie 20 Tafeln komplettiert, auf denen die Namen und Geburtsdaten der deportierten Juden, Sinti und Roma zu lesen sind. Es ist der Initiative der Opferverbände zu verdanken, die neben der Stadt Hamburg und der HafenCity Hamburg GmbH maßgeblich an dem Entstehungsprozess des Gedenkorts beteiligt waren, dass die Namenstafeln als wesentliches Moment des Gedenkens in das Gestaltungskonzept des Ortes aufgenommen wurden.

Über die Geschichte der Deportationen werden sich die Besucherinnen und Besucher im Dokumentationszentrum informieren können, welches bis 2020 unweit des ehemaligen Vorplatzes des Bahnhofs, dem Lohseplatz, entstehen wird. Bis zu seiner Eröffnung besteht die Möglichkeit, sich im Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof über das historische Geschehen und den Planungsprozess des Gedenkortes zu erkundigen. Durch die „Fuge“, die sich durch ein unterschiedliches Bodenniveau in den vier Hektar großen Lohsepark einschneidet, ist der Gedenkort mit dem Lohseplatz verbunden.

Weitere Informationen und Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen sowie eine ausführliche Projektdokumentation finden Sie auf der Homepage:

www.hannoverscher-bahnhof.hamburg.de