Denkmal für die Opfer des Außenlagers Sasel an der Bergstedter Kirche

Auf dem Gelände der Bergstedter Kirche, Wohldorfer Damm 8 (Bergstedt)

  • Mahnmal für die Opfer des Frauenaußenlagers Sasel des KZ Neuengamme vor der Bergestedter Kirche
  • Mahnmal für die Opfer des Frauenaußenlagers Sasel des KZ Neuengamme vor der Bergestedter Kirche
  • Teilansicht des Mahnmals für die Opfer des Frauenaußenlagers Sasel des KZ Neuengamme vor der Bergestedter Kirche

Am 18. November 1990 wurde die vom Mecklenburger Bildhauer Axel Peters (geboren 1944) gestaltete Anlage eingeweiht. Sie besteht aus zwei Stelen aus Elbsandstein, die zu beiden Seiten eines Weges unmittelbar hinter der Kirche platziert wurden. Eine der Stelen trägt die Namen beziehungsweise Häftlingsnummern von 34 Frauen und eines 33 Tage alten Säuglings. Sie kamen im Außenlager Sasel des KZ Neuengamme ums Leben, und waren bis zu ihrer Umbettung auf den Ohlsdorfer Friedhof im März 1957 auf dem Bergstedter Friedhof bestattet.

Die zweite Stele liegt zerbrochen auf der anderen Seite des Weges und trägt die von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in seiner Ansprache zum 8. Mai 1985 zitierte jüdische Weisheit: „Vergessen verlängert das Exil, sich erinnern ist das Geheimnis der Erlösung.“

Diskussionen um ein Denkmal

Die Errichtung eines Denkmals für die 35 Toten des Außenlagers Sasel auf dem Bergstedter Friedhof war 1985 vom Ortsausschuss Walddörfer einstimmig beschlossen worden. Der Beschluss stieß jedoch auf Widerstände und konnte erst fünf Jahre später durch das Engagement des Vorstands der Kirchengemeinde Bergstedt und durch Spenden einzelner Bürgerinnen und Bürger in dieser Form auf dem Kirchenareal realisiert werden.