Bunkermuseum Hamburg

Wichernsweg 16 (Hamm-Mitte)

  • Eingang zum Bunkermuseum Hamburg
  • Ausstellung und BesucherInnen im Bunkermuseum Hamburg

Bis 1943 wurden in Hamburg vor allem in Wohngebieten ohne ausreichende Keller- und Schutzräume über 1.000 Bunker gebaut. Darunter ab 1939 auch 363 so genannte Röhrenbunker, die insgesamt über 60.000 Menschen Schutz bieten sollten. Röhrenbunker bestehen aus schlauchartigen Betonröhren, die im Erdreich versenkt sind. Über ein oberirdisches Einstiegshäuschen gelangten die Schutz Suchenden in den Bunker. Dieser war allerdings nicht für einen längeren Aufenthalt gedacht, denn es gab nur Trockentoiletten, schlechte Heiz- und Beleuchtungsmöglichkeiten und für die Lüftung eine handbetriebene Maschine. Auch die Schutzfunktion war ungenügend: Die Röhrenbunker boten zwar Schutz vor Bombensplittern und Trümmerfall, jedoch nicht vor direkten Bombentreffern.

Bunkermuseum

Der unterirdische Röhrenbunker im Wichernsweg 16 wurde in den Jahren 1940/1941 gebaut. In seinen vier Röhren mit einer Breite von jeweils 2 Metern und einer Länge von 17 Metern fanden 200 Menschen Platz. Er ist neben dem Röhrenbunker in der Tarpenbekstraße der einzige, der öffentlich zugänglich ist. In dem mit nachgebautem Mobiliar in seinen Ursprungszustand versetzten Bunker wurde am 1. Oktober 1997 eine ständige Ausstellung eröffnet. Sie informiert über die Geschichte des Luftschutzes, stellt verschiedene Luftschutzbauten vor, dokumentiert die Zerstörung der Stadtteile Hamm und Hammerbrook im Juli 1943 sowie die Luftangriffe auf London. Zusätzlich werden zahlreiche persönliche Gegenstände von Betroffenen