Bildtafeln "Szenen des Widerstandes" zur Biographie der Margaretha Rothe

Margaretha-Rothe-Gymnasium, Langenfort 5 (Barmbek-Nord)

  • Bildtafeln "Szenen des Widerstandes" zur Biographie von Margaretha Rothe im Margaretha-Rothe-Gymnasium
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  • Bildtafeln "Szenen des Widerstandes" zur Biographie von Margaretha Rothe im Margaretha-Rothe-Gymnasium
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2002 brachte der Name ihrer Schule 24 Schülerinnen und Schüler des Margaretha-Rothe-Gymnasiums dazu, sich mit der Biografie dieser Hamburger Widerstandskämpferin zu beschäftigen. Sie wollten ihrem Schicksal ein bleibendes Denkmal setzen. So entwickelten und gestalteten sie in ihrem Kunstkurs vierzehn Bildtafeln, die seither in der Aula des Gymnasiums dauerhaft ausgestellt sind. Die Tafeln sind in schwarz-weiß gehalten, jeweils einen Quadratmeter groß und erzählen im Stil einer „Graphic Novel“, also einer illustrierten Geschichte, das Leben Margaretha Rothes. Der Kurs erhielt für diese Arbeit den Bertini-Preis 2002.

Das Leben der Margaretha Rothe

Die Hamburgerin Margaretha Rothe wurde 1919 geboren und schloss sich als Schülerin der Lichtwarkschule bereits 1936 einem oppositionellen Lesekreis um die Lehrerin Erna Stahl an. Als Medizinstudentin bildete sie später gemeinsam mit Kommilitonen eine Widerstandsgruppe, die mit der Münchner „Weißen Rose“ in Verbindung stand. Margaretha Rothe und ihre Gruppe verteilten Zettel mit den Frequenzen der Auslandsradiosender. Sie verteilten auch die Flugblätter der Geschwister Scholl gegen das NS-Regime, bis sie am 9. November 1943 wegen „Hochverrats“ und „Wehrkraftzersetzung“ von der Gestapo verhaftet wurden. Margaretha Rothe blieb bis 1945 in Haft, zunächst in Hamburg-Fuhlsbüttel, dann in Leipzig, wo sie an Tuberkulose erkrankte und am 15. April 1945 starb.

Erinnerung an Margaretha Rothe

Zu ersten öffentlichen Ehrungen des Widerstandskreises um Margaretha Rothe kam es in den 1970er und 1980er Jahren: Eine Bodenplatte im Audimax der Universität Hamburg wurde 1971 eingeweiht, 1982 dann der Margaretha-Rothe-Weg in Hamburg-Niendorf benannt. Das Geussenhainer-Rothe-Haus auf dem Gelände des Universitätskrankenhauses Eppendorf erhielt 1987 seinen Namen. Es erinnert neben Margarethe Rothe an den 1945 im KZ Mauthausen umgekommenen Friedrich Geussenhainer. 1988 folgte schließlich die Benennung des „Margaretha-Rothe-Gymnasiums“ in Barmbek-Nord.

Ebenfalls auf Initiative von Schülerinnen und Schülern des Margarethe-Rothe-Gymnasiums wurde zudem ein Gedenkstein im „Garten der Frauen“ auf dem Friedhof Ohlsdorf aufgestellt.