Ausstellung "Juden in Hamburg" und Gedenkbuch für die jüdischen Opfer

Hamburg Museum / Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24 (Neustadt)

  • Blick in die Ausstellung "Juden in Hamburg" im Hamburg Museum
  • Ausstellungteil zu Verfolgung und Ausgrenzung in der Ausstellung "Juden in Hamburg" im Hamburg Museum
  • Ausstellungteil zu Deportation und Vernichtung in der Ausstellung "Juden in Hamburg" im Hamburg Museum

Die Dauerausstellung „Juden in Hamburg“ berichtet über die Geschichte der Juden in Altona, Hamburg und Wandsbek von ihren Anfängen bis zum Ende des nationalsozialistischen Regimes. Sie befindet sich im zweiten Obergeschoss des Hamburg Museums (ehemals: Museum für Hamburgische Geschichte). Neben der Informationsvermittlung über die jüdische Religion werden zahlreiche Beiträge von Jüdinnen und Juden zur Hamburger Stadtgeschichte präsentiert. Auch die Entrechtung, Enteignung, Deportation und Vernichtung von 20.000 Hamburger Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten werden ausführlich thematisiert. Ein Ausblick beschäftigt sich mit der Neugründung der jüdischen Gemeinde in Hamburg nach 1945 und der Entwicklung jüdischen Lebens in der Gegenwart.

Gedenkbuch

Im ersten Raum der Ausstellung befindet sich in einer Vitrine das „Gedenkbuch für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus“. Es wurde 1964/65 im Auftrag des Hamburger Senats von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste gestaltet und nennt die Daten und Namen von 6.012 ermordeten Hamburger Jüdinnen und Juden, die bis 1964 durch Nachforschungen in verschiedenen Archiven ermittelt wurden. Eine um viele Namen erweiterte und 1995 vom Hamburger Staatsarchiv veröffentlichte neue Ausgabe des Gedenkbuches kann in der Bibliothek des Museums und in öffentlichen Büchereien eingesehen werden.